Glück muss man haben

gluecksnussAb sofort begrüßt mich in meinen Garten ein äußerst freundlich dreinblickendes Wesen. Es hatte sich in einer Dose Erdnüsse versteckt und hängt jetzt in einer von den Weiden, die den Totholzzaun halten.

Schickt mir eure Lieblings-Recycling-Idee für den Garten und gewinnt:

1 von 2 Exemplaren Das Unkraut-Buch oder
1 von 2 Exemplaren Bio-Starter

Kleingedrucktes & Teilnahmebedingungen:
Teilnehmen dürfen Bewohner der BRD ab dem 18. Lebensjahr, pro Familie nur eine Person. Die Teilnahme ist nur gültig, mit beantworteter Frage, vollständigem Namen, Wohnort, Emailadresse.
Das Gewinnspiel startet am 11.5.2015, 0.01 Uhr und endet am 22.5.2015 um 23.59 Uhr.
Verlost werden 2×1 Exemplar “Bio-Starter”, 2×1 Exemplar “Das Unkraut-Buch”
Der Gewinner werden per Los von einer neutralen Person gezogen und per Email benachrichtigt.
Die Emailadresse wird nur zur Benachrichtigung im Gewinnfall verwendet und anschließend gelöscht.
Das Buch wird dem Gewinner auf dem Postweg zugestellt.
Es besteht keine Haftung, wenn das Buch auf dem Postweg verloren geht oder beschädigt wird.
Der Gewinn kann nicht ausgezahlt werden.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Ich behalte mir vor, das Gewinnspiel abzubrechen.

Hoch die Tassen

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Heute wird gefeiert! Der 28. März ist der “Ehrentag des Unkrauts”.

Zur Feier des Tages braue ich mir eine Tasse Kräutertee mit Brennnesseln aus eigener Ernte. Die wuchern nämlich schon wieder fleißig. Und um kurz nach 13.00 Uhr gebe ich bei DRadio Wissen ein Interview zum Thema Unkraut.

Kneif mich mal

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Alle Preisträger 2015, ich gaaaaanz stolz neben Jonas Reif (Bild: Deutscher Gartenbuchpreis)

Ein mehrgängiges Abendessen auf edlem Porzellan serviert, den Abend im Kaminzimmer mit Baronin und Baron und bei “hauseigenem” Rotwein ausklingen lassen, auf dem Schloss übernachten und am frühen Morgen aus dem Fenster den Schlosspark in Sonne und Raureif daliegen sehen… – sowas passiert nur in Rosamunde Pilcher-Romanen?

Da auch, aber auch, wenn man den Deutschen Gartenbuchpreis verliehen bekommt. So ist es uns am letzten Freitag ergangen. Um 13.00 Uhr kam die Nachricht, dass der Bio-Starter nominiert ist, um 14.30 Uhr saßen Fotografin Nadja und ich im Auto und bretterten mit dem kleinen roten Lupo Richtung Schloss Dennenlohe in Mittelfranken.

Warum unser Buch den Leserpreis bekommen hat? “Weil es dem Leser Mut macht, das biologische Gärtnern selbst auszuprobieren. Das Autorenteam versteht es, die Inhalte verständlich, unterhaltsam und kompakt zu vermitteln, und zwar ohne missionarischen Eifer. Außerdem sind die Fotos sehr ansprechend und authentisch. Wir finden, dass der eigene Garten in diesem Buch durchaus wiederzuerkennen ist. Der „Bio-Starter“ eignet sich gut für Einsteiger und ebenso für versierte Gärtner“ – so die Begründung der Jury.

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Was blüht denn da – März

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Ein baumgroßes Exemplar steht auf dem Parkplatz unterhalb der Sparrenburg.

Wenn die Zaubernussblüten sich verabschiedet haben und noch bevor die aufdringlich postautogelben Forsythienblüten sich öffnen, schickt die Kornelkirsche (Cornus mas) ihre zitronenfarbigen Blütendolden in den Wettstreit um potentielle Bestäuber. Insektenfutter ist um diese Jahreszeit rar, aber nicht nur deshalb lohnt es sich Kornelkirschen zu pflanzen. Im Spätsommer können Vögel und Menschen sich am Strauch sattessen. Die glänzenden länglichen roten Früchte schmecken süß-säuerlich, man kann Marmelade oder Likör daraus machen. Welche reif sind, erkennt man daran, dass sie sich leicht vom Stiel lösen lassen. Die unreifen sehen genau so aus, schmecken aber sehr herb. Man kann sie als “falsche Oliven” einlegen.

Noch mehr Fakten zur Kornelkirsche:

  • Das Holz ist extrem hart und geht im Wasser unter.
  • Das Laub färbt sich im Herbst orange-rot.
  • Ungeduldig auf die Blüten Wartende können im Winter Zweige schneiden und auf der Fensterbank zum Blühen bringen.
  • im Garten pflanzt man die Kornelkirsche am besten an einen sonnigen, maximal halbschattigen Platz auf durchlässigen und kalkhaltigen Boden.

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Pflanzenbörsen 2015

Hurra, es darf wieder getauscht & gehandelt werden! Hier findet ihr die Termine für verschiedene Pflanzen- und Saatgutbörsen rund um Bielefeld:

Sa. 11. April 2015 | 15-16 Uhr
Pflanzenbörse des BUND bei Frau Sünkel, Klockenbrink 20, Borgholzhausen

Sa. 18. April 2015 | 10-11 Uhr
Pflanzentauschbörse im Umweltzentraum Heerser Mühle, Bad Salzuflen

Sa. 18. April 2015 | 11 Uhr
Pflanzentauschbörse der Interessengemeinschaft Bauernhaus an Haus Windheim No 2, Im Grund 4, 32469 Petershagen

Sa. 25. April 2015 | 15-17 Uhr
Pflanzentauschbörse von Quelle im Wandel an der Ev. Johanneskirche Quelle, Ecke Klemensstr./Georgstr.

Sa. 9. Mai 2015 | 10-15 Uhr
Gartenflohmarkt des Heimatvereins Löhne auf dem Marktplatz in Häger

Sa. 9. Mai 2015 | 9-17 Uhr
Pflanzenbörse im Botanische Garten Bielefeld

Sa. 19. September 2015 | 15-16 Uhr
Pflanzenbörse des BUND vor dem Rathaus Steinhagen

Sa. 27. September 2015 | 11-16 Uhr
Pflanzenbörse des BUND in der Remise in Halle

Fr., 2. Oktober 2015 | 11-12 Uhr
Pflanzenbörse des BUND Biohof Maaß in Werther

Alles natürlich ohne Gewähr – die Infos stammen von den verlinkten Seiten. Wer noch Termine kennt, immer mal her damit. Danke!

Hoffentlich nächstes Jahr wieder:

Saatgutbörse Transition Town in der Bürgerwache am Siegfriedsplatz
Frühlings-Pflanzenmarkt des NABU Engerstraße 151, Bünde-Hüffen

 

Sie sind da

Also ich weiß ganz definitiv, was ich letzten Sommer getan habe. Von Urlaub oder Sonnenstuhl keine Spur. Stattdessen bin ich mit einer riesigen “diese Motive müssen wir fotografieren”-Liste durch Österreichs Gärten gehetzt und bin auf allen Vieren durch Gemüsebeete gerobbt, um zu zentimetergroße Unkraut-Sämlinge zu fotografieren. Es hat sich gelohnt! Herausgekommen ist:

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Der Bio-Starter. Ein neues Buch mit dem Garten-Starter-Team aus Sebastian Ehrl, Nadja Buchczik und mir. Wir zeigen euch, wie man mit biologischen Gärtnern anfängt, warum es viel weniger kompliziert ist, als viele denken und wie schön ein Bio-Garten sein kann. Wir räumen mit Vorurteilen auf, verraten warum es sich lohnt, Bio-Pflanzen zu kaufen und, und, und.

 

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Das Unkraut-Buch. Es handelt (welch Überraschung) von Unkraut. Drinnen findet ihr Texte und Bilder, die helfen dass die unerwünschten Pflanzen im Gemüse- oder Staudebeet nicht allzu übergriffig werden.

I love Unkraut

 

Giersch_querHübsche Blüte, oder? Kaum zu glauben, dass sie zu dem in Gärtnerkreisen wohl meistgejagten Gewächs gehört. Welches das ist, könnt ihr mit meinem neuen Buch herausfinden.

9783835413474_3D_5cmbreit Für Das Unkraut-Buch habe ich 25 wichtige Garten-Unkräuter einen Sommer lang mit der Kamera begleitet. Es gibt Bilder von Sämlingen, Blüten, Blättern und anderen Pflanzenteilen, die helfen, die ungeliebten Beetbewohner schnell und sicher zu identifizieren.

Das Buch ist so handlich, dass man es problemlos mit in den Garten schleppen kann.

Besonders viel Freude hat mir das Schreiben des Kapitels gemacht, wo ich mich darüber auslassen durfte, was am Unkraut und am jäten schön sein soll. Außerdem lasse ich mich über Themen wie Gartengeräte für Unkrautjäger, Zeigerpflanzen, Verwendung der Pflanzen aus.

Ich finde ziemlich viele der vorgestellten Pflanzen richtig schön und nutze sie, um die Lücken in den noch recht frisch angelegten Beeten in meinem Garten zu füllen. Und ihr? Habt ihr ein Lieblings-Unkraut?

 

 

Füße hoch, es wird gegärtnert

bucher_aug2014Sommer, Sonne, Garten – ein Traumpaar, äh, -trio. Wer die Kombi am liebsten im Liegestuhl genießt, kann trotzdem was für seinen Garten tun. Schlaue Bücher und Zeitschriften lesen und hinterher den Bekanntenkreis mit neu gewonnenem Wissen beglücken.

Das liegt auf meinem Lesestapel:

“Winke für den Biogärtner”. Die Zeitschrift, oder besser das Zeitschriftchen (Format A5) enthält erprobtes Gartenwissen aus dem Klostergarten der Abtei Fulda. Die Texte stammen alle von Schwester Christa, die ich im Juli kennenlernen durfte. Sie geben Anfängern praktische Tipps rund ums biologische Gärtnern mit auf den Weg, aber auch wer schon erfahrener ist, wird sich daran erfreuen. Die Texte sind von handgezeichneten Bildern geschmückt, die größtenteils ebenfalls im Kloster erscheinen. Das Heft erscheint dreimal im Jahr, ein Abo kostet 15,- Euro und kann über den Online-Shop der Abtei abgeschlossen werden.

“Alte Nutzpflanzen wieder entdeckt” Gertrud Scherf, blv. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie viele Pflanzen ein Doppelleben führen. Sauerklee als Waldbewohner und Fleckenmittel, Löwenzahn als Pusteblume und Kapernersatz, Maiglöckchen als Duftwunder und Schnupftabakzutat, Gänseblümchen als Salat-Krönung und Liebesorakel. Für meinen Geschmack hätte das Buch noch mehr praktische Anleitungen und Rezepte geben können, aber das Durchstöbern der Pflanzenbeschreibungen mit historischen Historischem, Mythischem und Magischem macht trotzdem Spaß.

“Einfach. Jetzt. Machen!” Rob Hopkins, oekom. In über 40 Ländern gibt es Transition Initiativen. Leider bin ich bisher nur eine punktuell aktive, aber grundsätzlich positiv eingestellte aus dem Hintergrund Verfolgende der Aktionen. Wem der Begriff schonmal untergekommen ist, aber noch keine wirkliche Vorstellung davon hat, was hinter der Bewegung steckt, bekommt mit “Einfach. Jetzt. Machen!” eine Einführung, die sich aber nicht in wirtschaftlicher Theorie ergeht, sondern immer wieder praktische Beispiele gibt. Wer sich schon länger mit dem Thema beschäftigt, bekommt Hilfestellungen beim Anstoßen von Initiativen, aber auch für die Umsetzung von Projekten und die Weiterentwicklung der Gruppen. Das ganze in gut lesbarer Weise geschrieben und so gegliedert, dass man die Kapitel auch kreuz- und quer lesen kann.

“Hinterm Stall die Blumen” Britta Freith, Ulmer. Eine Reise zu Landfrauen und ihren Gärten, ein Buch, wie ich es gerne selber schreiben würde. Gärten gucken, Landfrauenwissen sammeln, beim Schreiben in Erinnerungen schwelgen. Zu jedem der 13 über Deutschland verteilten Gärten gibt es Text, Bilder und ein Rezept aus der Region. Sehr imposant: Die Lammkrone (S. 78).