Glück muss man haben

gluecksnussAb sofort begrüßt mich in meinen Garten ein äußerst freundlich dreinblickendes Wesen. Es hatte sich in einer Dose Erdnüsse versteckt und hängt jetzt in einer von den Weiden, die den Totholzzaun halten.

Schickt mir eure Lieblings-Recycling-Idee für den Garten und gewinnt:

1 von 2 Exemplaren Das Unkraut-Buch oder
1 von 2 Exemplaren Bio-Starter

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Kleingedrucktes & Teilnahmebedingungen:
Teilnehmen dürfen Bewohner der BRD ab dem 18. Lebensjahr, pro Familie nur eine Person. Die Teilnahme ist nur gültig, mit beantworteter Frage, vollständigem Namen, Wohnort, Emailadresse.
Das Gewinnspiel startet am 11.5.2015, 0.01 Uhr und endet am 22.5.2015 um 23.59 Uhr.
Verlost werden 2×1 Exemplar „Bio-Starter“, 2×1 Exemplar „Das Unkraut-Buch“
Der Gewinner werden per Los von einer neutralen Person gezogen und per Email benachrichtigt.
Die Emailadresse wird nur zur Benachrichtigung im Gewinnfall verwendet und anschließend gelöscht.
Das Buch wird dem Gewinner auf dem Postweg zugestellt.
Es besteht keine Haftung, wenn das Buch auf dem Postweg verloren geht oder beschädigt wird.
Der Gewinn kann nicht ausgezahlt werden.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Ich behalte mir vor, das Gewinnspiel abzubrechen.

Sie sind da

Also ich weiß ganz definitiv, was ich letzten Sommer getan habe. Von Urlaub oder Sonnenstuhl keine Spur. Stattdessen bin ich mit einer riesigen „diese Motive müssen wir fotografieren“-Liste durch Österreichs Gärten gehetzt und bin auf allen Vieren durch Gemüsebeete gerobbt, um zu zentimetergroße Unkraut-Sämlinge zu fotografieren. Es hat sich gelohnt! Herausgekommen ist:

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Der Bio-Starter. Ein neues Buch mit dem Garten-Starter-Team aus Sebastian Ehrl, Nadja Buchczik und mir. Wir zeigen euch, wie man mit biologischen Gärtnern anfängt, warum es viel weniger kompliziert ist, als viele denken und wie schön ein Bio-Garten sein kann. Wir räumen mit Vorurteilen auf, verraten warum es sich lohnt, Bio-Pflanzen zu kaufen und, und, und.

 

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Das Unkraut-Buch. Es handelt (welch Überraschung) von Unkraut. Drinnen findet ihr Texte und Bilder, die helfen dass die unerwünschten Pflanzen im Gemüse- oder Staudebeet nicht allzu übergriffig werden.

Gärten suchen ein Zuhause

Kokopelli01Zugegeben: So richtig aufgefallen sind die bunt bepflanzten Brotkisten auf dem supersterilen und einödigen Neumarkt nicht wirklich. Die Idee hinter den Kokopelli-Gärten ist aber durchaus unterstützenswert: Annabelle Mayntz und Pip Cozens von Art at Work bieten Bielefelder Kindern und Jugendlichen einen Ort, wo sie alles über Obst und Gemüse und gesunde Ernährung lernen können und zwar in Theorie und Praxis.

Jetzt müssen die Kokopelli-Gärten den Neumarkt verlassen, weil dort ein Hotel gebaut werden soll. Weil noch nicht feststeht, ob und wo die mit Kohl und Kräuter bepflanzten Kisten ein neues Zuhause finden werden, hat Transition Town Bielefeld angeboten, Asyl zu gewähren.

Um im Garten am Grünen Band gedeihen zu können, findet am Samstag, 28.6. der Umzug statt. Dieser ist so geplant:

11 Uhr: Abbauen & Bulli beladen (Neumarkt)
12 Uhr Ausladen & Aufstellen (TT-Garten)
15 Uhr: Fahrradprotestkorso mit den letzten Kisten über den Kesselbrink, Jahnplatz, Niederwall, dann Heeperstraße mit Glocken, Klingeln, Bannern, Musik, was uns bis dahin noch einfällt, wir beteiligen uns unter dem Motte „Kohlrabi statt Kommerz“ auf unsere Art am NRW Tag.
Rückmeldung wegen mithelfen bitte an Annabelle & Pip von Art at Work: Tel. 0521-65964 bzw. www info@art-at-work.org.

Das Mithelfen ist übrigens auch ein guter Termin, sich mal ein wenig bei den TTlern umzusehen. In den Gemeinschaftsgärten darf nämlich jeder mitarbeiten, Gartenwissen austauschen oder ansammeln oder einfach nur die kleine grüne Oase in der Stadt genießen. Von März bis Oktober wird dort jeden Samstag von 14 Uhr bis zur Dämmerung gegärtnert.

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Herz aus Stein

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Eigentlich wollte ich mich für einen Artikel über Vorgärten im Internet inspirieren lassen. Das Ergebnis der Bildersuche war aber so gruselig (30 von 34 Bildern zeigen mit Steinen, Kies und Schotter totgestaltete Gärten), dass ich statt über schöne Vorgärten jetzt über ein Phänomen schreibe, was mir wirklich Sorgen macht.

Wenn ich solche Vorgärten „in echt“ sehe, läuft mir jedes mal ein kalter Ekel-Schauer über den Rücken und zwar so doll, dass ich im „Garten-Starter“ darüber geschrieben habe : „Für den ersten Eindruck bekommt man keine zweite Chance, heißt es. Welchen Eindruck soll man von Menschen bekommen, die den Vorgarten in eine Geröllhalde mit Buchskugeln verwandeln? Abgesehen davon, dass es nicht natur- und tierfreundlich ist, finden Unkraut oder Ahornsamen zwischen den Steinen ideale Bedingungen, um in Massen auszutreiben. Selbst das Unterfüttern mit Kunststoffgewebe hält sie davon nicht ab. Wie wäre es mit einem dicht bepflanzten Staudenbeet, statt bahnenweise Plastik und kiloweise Steine in den Garten zu karren? Danke! sagen Tiere und Passanten.“

Hier habe ich ja zum Glück etwas mehr Platz, mich über das Thema auszulassen und mit einigen Irrtümern aufzuräumen

„das ist so schön pflegeleicht“: Im ersten Jahr vielleicht. Aber mit der Zeit sammelt sich Erde und Samen zwischen den Steinen. Wer auf der Steinfläche knieen und Unkraut aus den scharfkantigen Steinritzen ziehen angenehm findet, muss mit einer gehörigen Portion Masochismus ausgestattet sein.

„es sollte nicht so viel kosten“: Wer eine solche Geröllhalde „anlegen“möchte, muss laut einem Hersteller für Gartenprodukte Mulchvlies, Metallpins zum Befestigen, Filterkies, noch eine Schicht Vlies als Trennschicht und die Deckschicht aus „Zier“kies auf den Einkaufszettel setzen. Erde dagegen ist in den allermeisten Vorgärten sowieso vorhanden, Pflanzen kann man günstig bei Nachbarn, befreundeten Gärtnern oder auf Pflanzenbörsen bekommen.

„das hat mir mein Gartengestalter empfohlen“: Wer sowas empfiehlt, ist sicherlich vieles, aber kein Gartengestalter. Mit Garten und Gestaltung haben solche Geröllflächen nämlich ähnlich viel gemeinsam, wie eine Plastikrose aus der Kirmesschießbude mit einer süß duftenden Rosa gallica. Dafür verdienen die „Gestaltungsfirmen“ sich mit dem Herankarren von tonnenweise Steinen eine goldene Nase. Der Rest (Nachbarn, Passanten, Tiere, Pflanzenvielfalt) guckt in die Röhre, bzw. noch schlimmer: auf Einheitsgrau.

„Kiesgärten sind gerade modern“: jaaaa, schon, aber ein Kiesgarten entsteht nicht dadurch, dass man sich einen Haufen Steine in den Garten kippt. Wer wissen will, wie ein Kiesgarten angelegt wird, guckt bitte hier oder hier – aber nicht bei Portalen wie gartenundsteine24.de, baustoffhandelxxl.de – oder was auch immer.

Kellerkinder

Ich kann auch klassisch schöne Gartenbilder, ehrlich. Die bekommt ihr hier auch noch zu sehen, oder findet sie z.B. Anfang Mai im Landwirtschaftlichen Wochenblatt, für das ich einen Artikel über das Umweltzentrum Heerser Mühle geschrieben habe.

Hier aber ein Tipp für sparsame Gärtner: Geranien (die auf Botanisch Pelargonium heißen) sind vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber ich liebe sie. Sie erinnern mich an Urlaub am Mittelmeer, wo man oft alte, knorrig gewachsene Pflanzen am Straßenrand sieht oder kleinere Exemplare in Hängetöpfen an den Hauswänden. Geranien sind überhaupt nicht nachtragend, wenn ich mal wieder nicht zum Gießen komme, im Gegenteil. Außerdem mag ich ihren Geruch und die knalligen Blütenfarben. Meine Favoriten sind die aufrecht wachsenden mit samtig-weichen Blättern und Blüten in Omma-Rot und Knall-Pink.

Vor meinem Schlaf- und Arbeitszimmer sind freundlicherweise von Haus aus Balkonkastenhalterungen angebracht und dort steht den Sommer über je ein mit schreiend roten Geranien bepflanzter Kasten. Weil ich lebende Pflanzen nicht wegschmeißen kann, habe ich den Tipp einer Gärtner-Freundin ausprobiert. Und das geht so:

So kommen Geranien über den Winter:

Im Herbst die Geranien von Blättern und Blüten befreien und die Stiele kräftig zurückschneiden, so dass sie etwa noch 1/3 ihrer ursprünglichen Länge haben. Dann stellt man die Pflanzen samt Topf oder Kasten in den Keller. Am besten dunkel und kühl, aber frostfrei.

Den Winter über: nichts tun, außer ab und zu im Keller vorbeischauen, Abgestorbenes entfernen und dem Helfersyndrom „die brauchen doch Wasser…“ widerstehen.

Sobald es im Frühjahr wieder wärmer wird, holt man die Kästen aus dem Untergrund, stellt sie ins Freie und gießt die Pflanzen kräftig. Allerdings: die Pflanzenstummel haben ja nun mehrere Monate im Dunkeln verbracht und sind lichtempfindlich. Also stellt man sie erstmal an einen hellen Ort ohne direkte Sonne und gewöhnt sie langsam an das Draußensein. Pflanzen können übrigens auch Sonnenbrand bekommen! Sind die Nächte noch kühl oder droht Frost, holt man die Pflanzen abends ins Haus.

Auf der Seite www.geranien-pflanzen.de gibt es eine ausführliche Anleitung mit Bildern, allerdings etwas komplizierter mit Erde austauschen usw. Meine Gärtner-Freundin macht das mit ihren Pelargonien aber seit Jahren mit der oben beschriebenen cut&go-Methode und es ist unglaublich, was für kräftige und dauerblühende Pflanzen in ihren Kästen stehen. In sofern… mal sehen, was der Sommer bringt!