Kneif mich mal

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Alle Preisträger 2015, ich gaaaaanz stolz neben Jonas Reif (Bild: Deutscher Gartenbuchpreis)

Ein mehrgängiges Abendessen auf edlem Porzellan serviert, den Abend im Kaminzimmer mit Baronin und Baron und bei „hauseigenem“ Rotwein ausklingen lassen, auf dem Schloss übernachten und am frühen Morgen aus dem Fenster den Schlosspark in Sonne und Raureif daliegen sehen… – sowas passiert nur in Rosamunde Pilcher-Romanen?

Da auch, aber auch, wenn man den Deutschen Gartenbuchpreis verliehen bekommt. So ist es uns am letzten Freitag ergangen. Um 13.00 Uhr kam die Nachricht, dass der Bio-Starter nominiert ist, um 14.30 Uhr saßen Fotografin Nadja und ich im Auto und bretterten mit dem kleinen roten Lupo Richtung Schloss Dennenlohe in Mittelfranken.

Warum unser Buch den Leserpreis bekommen hat? „Weil es dem Leser Mut macht, das biologische Gärtnern selbst auszuprobieren. Das Autorenteam versteht es, die Inhalte verständlich, unterhaltsam und kompakt zu vermitteln, und zwar ohne missionarischen Eifer. Außerdem sind die Fotos sehr ansprechend und authentisch. Wir finden, dass der eigene Garten in diesem Buch durchaus wiederzuerkennen ist. Der „Bio-Starter“ eignet sich gut für Einsteiger und ebenso für versierte Gärtner“ – so die Begründung der Jury.

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Sie sind da

Also ich weiß ganz definitiv, was ich letzten Sommer getan habe. Von Urlaub oder Sonnenstuhl keine Spur. Stattdessen bin ich mit einer riesigen „diese Motive müssen wir fotografieren“-Liste durch Österreichs Gärten gehetzt und bin auf allen Vieren durch Gemüsebeete gerobbt, um zu zentimetergroße Unkraut-Sämlinge zu fotografieren. Es hat sich gelohnt! Herausgekommen ist:

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Der Bio-Starter. Ein neues Buch mit dem Garten-Starter-Team aus Sebastian Ehrl, Nadja Buchczik und mir. Wir zeigen euch, wie man mit biologischen Gärtnern anfängt, warum es viel weniger kompliziert ist, als viele denken und wie schön ein Bio-Garten sein kann. Wir räumen mit Vorurteilen auf, verraten warum es sich lohnt, Bio-Pflanzen zu kaufen und, und, und.

 

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Das Unkraut-Buch. Es handelt (welch Überraschung) von Unkraut. Drinnen findet ihr Texte und Bilder, die helfen dass die unerwünschten Pflanzen im Gemüse- oder Staudebeet nicht allzu übergriffig werden.

I love Unkraut

 

Giersch_querHübsche Blüte, oder? Kaum zu glauben, dass sie zu dem in Gärtnerkreisen wohl meistgejagten Gewächs gehört. Welches das ist, könnt ihr mit meinem neuen Buch herausfinden.

9783835413474_3D_5cmbreit Für Das Unkraut-Buch habe ich 25 wichtige Garten-Unkräuter einen Sommer lang mit der Kamera begleitet. Es gibt Bilder von Sämlingen, Blüten, Blättern und anderen Pflanzenteilen, die helfen, die ungeliebten Beetbewohner schnell und sicher zu identifizieren.

Das Buch ist so handlich, dass man es problemlos mit in den Garten schleppen kann.

Besonders viel Freude hat mir das Schreiben des Kapitels gemacht, wo ich mich darüber auslassen durfte, was am Unkraut und am jäten schön sein soll. Außerdem lasse ich mich über Themen wie Gartengeräte für Unkrautjäger, Zeigerpflanzen, Verwendung der Pflanzen aus.

Ich finde ziemlich viele der vorgestellten Pflanzen richtig schön und nutze sie, um die Lücken in den noch recht frisch angelegten Beeten in meinem Garten zu füllen. Und ihr? Habt ihr ein Lieblings-Unkraut?

 

 

Füße hoch, es wird gegärtnert

bucher_aug2014Sommer, Sonne, Garten – ein Traumpaar, äh, -trio. Wer die Kombi am liebsten im Liegestuhl genießt, kann trotzdem was für seinen Garten tun. Schlaue Bücher und Zeitschriften lesen und hinterher den Bekanntenkreis mit neu gewonnenem Wissen beglücken.

Das liegt auf meinem Lesestapel:

„Winke für den Biogärtner“. Die Zeitschrift, oder besser das Zeitschriftchen (Format A5) enthält erprobtes Gartenwissen aus dem Klostergarten der Abtei Fulda. Die Texte stammen alle von Schwester Christa, die ich im Juli kennenlernen durfte. Sie geben Anfängern praktische Tipps rund ums biologische Gärtnern mit auf den Weg, aber auch wer schon erfahrener ist, wird sich daran erfreuen. Die Texte sind von handgezeichneten Bildern geschmückt, die größtenteils ebenfalls im Kloster erscheinen. Das Heft erscheint dreimal im Jahr, ein Abo kostet 15,- Euro und kann über den Online-Shop der Abtei abgeschlossen werden.

„Alte Nutzpflanzen wieder entdeckt“ Gertrud Scherf, blv. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie viele Pflanzen ein Doppelleben führen. Sauerklee als Waldbewohner und Fleckenmittel, Löwenzahn als Pusteblume und Kapernersatz, Maiglöckchen als Duftwunder und Schnupftabakzutat, Gänseblümchen als Salat-Krönung und Liebesorakel. Für meinen Geschmack hätte das Buch noch mehr praktische Anleitungen und Rezepte geben können, aber das Durchstöbern der Pflanzenbeschreibungen mit historischen Historischem, Mythischem und Magischem macht trotzdem Spaß.

„Einfach. Jetzt. Machen!“ Rob Hopkins, oekom. In über 40 Ländern gibt es Transition Initiativen. Leider bin ich bisher nur eine punktuell aktive, aber grundsätzlich positiv eingestellte aus dem Hintergrund Verfolgende der Aktionen. Wem der Begriff schonmal untergekommen ist, aber noch keine wirkliche Vorstellung davon hat, was hinter der Bewegung steckt, bekommt mit „Einfach. Jetzt. Machen!“ eine Einführung, die sich aber nicht in wirtschaftlicher Theorie ergeht, sondern immer wieder praktische Beispiele gibt. Wer sich schon länger mit dem Thema beschäftigt, bekommt Hilfestellungen beim Anstoßen von Initiativen, aber auch für die Umsetzung von Projekten und die Weiterentwicklung der Gruppen. Das ganze in gut lesbarer Weise geschrieben und so gegliedert, dass man die Kapitel auch kreuz- und quer lesen kann.

„Hinterm Stall die Blumen“ Britta Freith, Ulmer. Eine Reise zu Landfrauen und ihren Gärten, ein Buch, wie ich es gerne selber schreiben würde. Gärten gucken, Landfrauenwissen sammeln, beim Schreiben in Erinnerungen schwelgen. Zu jedem der 13 über Deutschland verteilten Gärten gibt es Text, Bilder und ein Rezept aus der Region. Sehr imposant: Die Lammkrone (S. 78).

Schreibtisch-Jenga

Nach Beamtenmikado (wer sich zu erst bewegt hat verloren) präsentiere ich euch heute die neue Spielidee für den Arbeitsplatz: Schreibtisch-Jenga. Die Regeln sind einfach. Man legt dem Kollegen ein Buch auf den Schreibtisch. Dann ist dieser an der Reihe und erhöht den Stapel um ein Buch. So geht es abwechselnd weiter. Wer den Stapel zum Umfallen bringt, hat verloren. Der Stapel auf meinem Schreibtisch (siehe Bild) ist allerdings ein Eigenwerk und besteht aus
a) eigenen Büchernb) Neuerscheinungen – dazu unten mehr.
c) Büchern zu meinen momentanen Lieblingsthemen (Schattengarten/Wurmkompost)
d) Büchereischätzchen zur Konkurrenzbeobachtung

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Eine meterhohe Entschuldigung für blogbeitragsfreie Tage

Im Stapel liegen unter anderem:

Black Box Gardening von Christian Kreß (dem Sarastro-Besitzer) & Jonas Reif, Ulmer Verlag. Die Autoren laden zum bewussten Gärtnern mit Pflanzen ein, die sich selbst aussäen. Man greift zwar lenkend ein, welche Pflanzen im Garten wachsen, überlässt aber dennoch vieles dem Zufall. Damit man weiß, was man tut und tun kann gibt es Kapitel zur Bodenvorbereitung, Pflanzenauswahl, Gärtnern in Spalten und Fugen und ein Pflanzenverzeichnis – sagt jedenfalls das Inhaltsverzeichnis. Ich bin noch nicht weiter gekommen als Seite 29, wo der Garten von Derek Jarman in Dungeness/Südengland vorgestellt wird. Da habe ich mich dermaßen festgelesen und schwupps war der Abend rum. Im Buch steht aber auch noch, Black Box Gardening wäre was für Ungeduldige. Also wenn ich es nicht schon hätte, ich würds kaufen!

Und Die Vielfalt kehrt zurück von Ina Sperl, eine Reise zu 15 Gärtnern, die sich um den Erhalt von alten Gemüsesorten kümmern. Schon der raue Umschlag und das matte, naturweiße Papier begeistern mich und die Texte machen Spaß zu lesen. Danke für den Überblick über die engagierten Gärtner, die anschaulichen Kurzerklärungen am Seitenrand und natürlich die in Sperlscher Qualität äußerst angenehm lesbaren Texte.

Buch gewinnen!

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Am 23. April ist „UNESCO-Welttag des Buches“, da will ich als Lesesüchtige und Buchautorin natürlich mitfeiern!

Aus Freude über diesen Ehrentag verlose ich 3 x 1 Exemplar vom
Garten-Starter von Sebastian Ehrl & Jutta Langheineken (blv Verlag – ISBN-10: 3835412604)

Um zu gewinnen, hinterlasst einen Kommentar mit eurem Lieblings-Gartentipp.
Einsendeschluss ist 4. Mai 2014 um 23.59 Uhr

Mehr zu der Aktion „blogger schenken lesefreude“ findet ihr übrigens hier. Eine Beschreibung vom Buch und einen Einblick zum Inhalt gibts hier.

 

Kleingedrucktes & Teilnahmebedingungen:
Teilnehmen dürfen Bewohner der BRD ab dem 18. Lebensjahr, pro Familie nur eine Person.
Die Verlosung startet am 23.4.2014 und endet am 4.5.2014 um 23.59 Uhr.
Der Gewinner wird per Email an die Kommentieradresse benachrichtigt.
Die Emailadresse wird nur zur Benachrichtigung im Gewinnfall verwendet und anschließend gelöscht.
Das Buch wird dem Gewinner auf dem Postweg zugestellt.
Es besteht keine Haftung, wenn das Buch auf dem Postweg verloren geht.
Der Gewinn kann nicht ausgezahlt werden.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Ich behalte mir vor, das Gewinnspiel abzubrechen.

Gärtner im Glück

In der Konzeptphase des Garten-Starters habe ich unter einigen Gartenbesitzern in meinem Freundeskreis eine Umfrage gestartet, welche Fragen sie beim Gärtnern bewegen und was sie sich von einem Anfängerbuch wünschen. Als Belohnung gab es ein Exemplar des Buches zu gewinnen. Viele Anregungen haben im Buch einen Platz bekommen, außerdem war es sehr hilfreich, beim Schreiben ein Bild von Lesern von sich zu haben. Vielen Dank an alle, die ihre Gärtnersorgen zu Papier gebracht haben.

Endlich konnte ich die Verlosung in Angriff nehmen. Glücksfee war Nadja, Fotografin des Buchs. Dir, liebe Yvonne herzlichen Glückwunsch und ganz viel Freude beim Lesen und Bildergucken!!

Wer weniger Glück hatte, bekommt das Buch im Handel oder guckt hier wieder rein. Zum Welttag des Buchs am 23. April verlose ich wieder ein Exemplar.

Euch ein schönes Wochenende & allzeit wasserdichte Gummistiefel!