Was blüht denn da – März

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Ein baumgroßes Exemplar steht auf dem Parkplatz unterhalb der Sparrenburg.

Wenn die Zaubernussblüten sich verabschiedet haben und noch bevor die aufdringlich postautogelben Forsythienblüten sich öffnen, schickt die Kornelkirsche (Cornus mas) ihre zitronenfarbigen Blütendolden in den Wettstreit um potentielle Bestäuber. Insektenfutter ist um diese Jahreszeit rar, aber nicht nur deshalb lohnt es sich Kornelkirschen zu pflanzen. Im Spätsommer können Vögel und Menschen sich am Strauch sattessen. Die glänzenden länglichen roten Früchte schmecken süß-säuerlich, man kann Marmelade oder Likör daraus machen. Welche reif sind, erkennt man daran, dass sie sich leicht vom Stiel lösen lassen. Die unreifen sehen genau so aus, schmecken aber sehr herb. Man kann sie als „falsche Oliven“ einlegen.

Noch mehr Fakten zur Kornelkirsche:

  • Das Holz ist extrem hart und geht im Wasser unter.
  • Das Laub färbt sich im Herbst orange-rot.
  • Ungeduldig auf die Blüten Wartende können im Winter Zweige schneiden und auf der Fensterbank zum Blühen bringen.
  • im Garten pflanzt man die Kornelkirsche am besten an einen sonnigen, maximal halbschattigen Platz auf durchlässigen und kalkhaltigen Boden.

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Was blüht denn da – April

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1.000 mal dran vorbeigefahren, 1.000 mal bestaunt und nie eine Ahnung gehabt, was das eigentlich ist? Diese Rubrik hilft!

Heute: Der Kreisverkehr Engersche Straße/Sieboldstraße/Am Pfarracker

Hier blüht die Walzen-Wolfsmilch (Euphorbia myrsinites). Wobei „blühen“ bei den Euphorbien missverständlich ist. Die Blüten sind die winzigen gelben Puschelchen am Ende der Stiele. Das was Blüte wirkt sind Hoch- und Hüllblätter. Bei der Walzen-Wolfsmilch sind sie rund, muschelig aneinanderstehend und hellgrün. Mit diesem Trick locken Euphorbien Insekten an, die die winzigen echten Blüten sonst wohl übersehen würden.

Hier hat man den Kreisverkehr als Kiesgarten angelegt. Einen Kiesgarten anlegen heißt nämlich nicht, „Wackersteine“ in den Vorgarten zu kippen, einen einsamen Kugelbuchs dazwischen zu pflanzen und das als pflegeleicht zu verkaufen. Es ist eine eigene Form der Gartengestaltung, bei der man steinigen, mageren Boden an einem sonnigen Standort mit trockenheitsliebenden Stauden bepflanzt und die Fläche mit einer Schicht feinen Kies „mulcht“.

Wer mehr über Kiesgärten erfahren möchte, liest das Buch „Die schönsten Kiesgärten – Prächtige Gärten mit wenig Aufwand. Gestaltungsideen, Pflege, Pflanzenporträts“  von Mascha Schacht und Katharina Adams (Callwey Verlag).