Buch gewinnen!

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Am 23. April ist „UNESCO-Welttag des Buches“, da will ich als Lesesüchtige und Buchautorin natürlich mitfeiern!

Aus Freude über diesen Ehrentag verlose ich 3 x 1 Exemplar vom
Garten-Starter von Sebastian Ehrl & Jutta Langheineken (blv Verlag – ISBN-10: 3835412604)

Um zu gewinnen, hinterlasst einen Kommentar mit eurem Lieblings-Gartentipp.
Einsendeschluss ist 4. Mai 2014 um 23.59 Uhr

Mehr zu der Aktion „blogger schenken lesefreude“ findet ihr übrigens hier. Eine Beschreibung vom Buch und einen Einblick zum Inhalt gibts hier.

 

Kleingedrucktes & Teilnahmebedingungen:
Teilnehmen dürfen Bewohner der BRD ab dem 18. Lebensjahr, pro Familie nur eine Person.
Die Verlosung startet am 23.4.2014 und endet am 4.5.2014 um 23.59 Uhr.
Der Gewinner wird per Email an die Kommentieradresse benachrichtigt.
Die Emailadresse wird nur zur Benachrichtigung im Gewinnfall verwendet und anschließend gelöscht.
Das Buch wird dem Gewinner auf dem Postweg zugestellt.
Es besteht keine Haftung, wenn das Buch auf dem Postweg verloren geht.
Der Gewinn kann nicht ausgezahlt werden.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Ich behalte mir vor, das Gewinnspiel abzubrechen.

Kellerkinder

Ich kann auch klassisch schöne Gartenbilder, ehrlich. Die bekommt ihr hier auch noch zu sehen, oder findet sie z.B. Anfang Mai im Landwirtschaftlichen Wochenblatt, für das ich einen Artikel über das Umweltzentrum Heerser Mühle geschrieben habe.

Hier aber ein Tipp für sparsame Gärtner: Geranien (die auf Botanisch Pelargonium heißen) sind vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber ich liebe sie. Sie erinnern mich an Urlaub am Mittelmeer, wo man oft alte, knorrig gewachsene Pflanzen am Straßenrand sieht oder kleinere Exemplare in Hängetöpfen an den Hauswänden. Geranien sind überhaupt nicht nachtragend, wenn ich mal wieder nicht zum Gießen komme, im Gegenteil. Außerdem mag ich ihren Geruch und die knalligen Blütenfarben. Meine Favoriten sind die aufrecht wachsenden mit samtig-weichen Blättern und Blüten in Omma-Rot und Knall-Pink.

Vor meinem Schlaf- und Arbeitszimmer sind freundlicherweise von Haus aus Balkonkastenhalterungen angebracht und dort steht den Sommer über je ein mit schreiend roten Geranien bepflanzter Kasten. Weil ich lebende Pflanzen nicht wegschmeißen kann, habe ich den Tipp einer Gärtner-Freundin ausprobiert. Und das geht so:

So kommen Geranien über den Winter:

Im Herbst die Geranien von Blättern und Blüten befreien und die Stiele kräftig zurückschneiden, so dass sie etwa noch 1/3 ihrer ursprünglichen Länge haben. Dann stellt man die Pflanzen samt Topf oder Kasten in den Keller. Am besten dunkel und kühl, aber frostfrei.

Den Winter über: nichts tun, außer ab und zu im Keller vorbeischauen, Abgestorbenes entfernen und dem Helfersyndrom „die brauchen doch Wasser…“ widerstehen.

Sobald es im Frühjahr wieder wärmer wird, holt man die Kästen aus dem Untergrund, stellt sie ins Freie und gießt die Pflanzen kräftig. Allerdings: die Pflanzenstummel haben ja nun mehrere Monate im Dunkeln verbracht und sind lichtempfindlich. Also stellt man sie erstmal an einen hellen Ort ohne direkte Sonne und gewöhnt sie langsam an das Draußensein. Pflanzen können übrigens auch Sonnenbrand bekommen! Sind die Nächte noch kühl oder droht Frost, holt man die Pflanzen abends ins Haus.

Auf der Seite www.geranien-pflanzen.de gibt es eine ausführliche Anleitung mit Bildern, allerdings etwas komplizierter mit Erde austauschen usw. Meine Gärtner-Freundin macht das mit ihren Pelargonien aber seit Jahren mit der oben beschriebenen cut&go-Methode und es ist unglaublich, was für kräftige und dauerblühende Pflanzen in ihren Kästen stehen. In sofern… mal sehen, was der Sommer bringt!

Was blüht denn da – April

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1.000 mal dran vorbeigefahren, 1.000 mal bestaunt und nie eine Ahnung gehabt, was das eigentlich ist? Diese Rubrik hilft!

Heute: Der Kreisverkehr Engersche Straße/Sieboldstraße/Am Pfarracker

Hier blüht die Walzen-Wolfsmilch (Euphorbia myrsinites). Wobei „blühen“ bei den Euphorbien missverständlich ist. Die Blüten sind die winzigen gelben Puschelchen am Ende der Stiele. Das was Blüte wirkt sind Hoch- und Hüllblätter. Bei der Walzen-Wolfsmilch sind sie rund, muschelig aneinanderstehend und hellgrün. Mit diesem Trick locken Euphorbien Insekten an, die die winzigen echten Blüten sonst wohl übersehen würden.

Hier hat man den Kreisverkehr als Kiesgarten angelegt. Einen Kiesgarten anlegen heißt nämlich nicht, „Wackersteine“ in den Vorgarten zu kippen, einen einsamen Kugelbuchs dazwischen zu pflanzen und das als pflegeleicht zu verkaufen. Es ist eine eigene Form der Gartengestaltung, bei der man steinigen, mageren Boden an einem sonnigen Standort mit trockenheitsliebenden Stauden bepflanzt und die Fläche mit einer Schicht feinen Kies „mulcht“.

Wer mehr über Kiesgärten erfahren möchte, liest das Buch „Die schönsten Kiesgärten – Prächtige Gärten mit wenig Aufwand. Gestaltungsideen, Pflege, Pflanzenporträts“  von Mascha Schacht und Katharina Adams (Callwey Verlag).

Fußvolk

Plata hat Besuch bekommen!

Zu ihren Füßen hat sich ein Schöllkraut (Chelidonium majus) ausgesät. Viele reißen die Pflanze raus, wenn sie sie im Garten finden. Dabei blüht sie monatelang in knalligem Dottergelb und sät sich selbst aus, eine perfekte Pflanze für Naturgärten. Es gibt auch noch eine Art/Sorte (?) mit gezackten Blättern und die Sorte ‚Pleniflorus‘ mit gefüllten Blüten. Der gelbe Saft eines frisch abgebrochenen Stängels soll gegen Warzen helfen, wenn man ihn darauf tupft.

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lammfromm & primelgrün

Am Wochenende habe ich spannende Entdeckungen rund um Bielefeld gemacht, die alle interessieren dürften deren Herz für grüne Aktivitäten und Projekte schlägt.

Der Verein Primelgrün hat sich selbst so schön und aussagekräftig beschrieben, dass ich von deren Internetseite zitiere, was sie wollen und tun: „Eine bunte Mischung aus begeisterten NaturliebhaberInnen & kreativen Köpfen hat sich zusammengefunden, um ein Zeichen zu setzen für einen intensiven Zugang zur Natur & Umwelt, die Entfaltung & Entwicklung von Kindern & Erwachsenen, die Freiheit der Kreativität, sowie ein entspanntes & entschleunigtes Sein und Tun.“

Dafür haben sie die Erlebniswiese gepachtet und am Freitag war dort Tag der offenen Wiesenpforte. Ich bin über das superschön gestaltete Gelände mit Hochbett, Stockbrotlagerfeuer, Matschspielplatz, Teehaus, Wäldchen undundund spaziert, habe mich mit Anke über das Programm des Vereins unterhalten und das Draußensein genossen. Endlich mal ein Ort, wo auch Erwachsene Naturerfahrungen machen und kreativ sein können. Ich bin bestimmt nicht das letzte Mal dort gewesen

Primelgrün e.V. – Wiesenanschrift: Bardenhorst 15, 33739 Bielefeld

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In der Web- und Färbedeele von Walburga Atkin-Schäper kann man Weben, Spinnen, Wolle kaufen, Filzen. Am Sonntag war dort Lammtag, ein nettes kleines Event bei dem man logischerweise die Lämmer beim Herumspringen beobachten, aber auch Osterleckereien genießen, Wolle und Wolliges kaufen oder einfach im Vorgärtchen der Deele in der Sonne sitzen konnte.

An Christi Himmelfahrt findet dort übrigens eine Staudentauschbörse statt und von 15. Mai bis 24. Juni kann man dort Pflanzenzöglinge kaufen.

Web- und Färbedeele Babenhausen, Am Poggenpohl 30, 33619 Bielefeld.
Verkauf: Mi-Fr 10-18 Uhr, Sa 11-16 Uhr

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Frieli, Blubu, Bübu, Plata & ich

Nein, es geht nicht um die nächste Generation der Teletubbies, sondern um acht imposante Bielefelder Bäume, die als Zeitzeugen auserwählt wurden. Ehrenamtliche Baumpaten berichten aus dem Leben der Bäume. Das hier ist die offzielle Seite des Projektes. Dort findet ihr eine Beschreibung von allen Bäumen und erfahrt, wie ihr mitmachen könnt und wann Führungen zu den Bäumen stattfinden.

Ich bin ab heute die Baumpatin für Plata, die 270 Jahre alte Platane am Niederwall/Ecke Am Bach. Hier könnt ihr mitlesen, Bilder gucken und natürlich auch selbst was schreiben.

Matsch Fun

Matsch Fun

War ja klar: Gefühlte acht Wochen hat die Sonne am komplett wolkenfreien Himmel gestanden. Und am ersten Wochenende, an dem ich Zeit habe in meinem Garten zu arbeiten (*): Dauerregen. Und zwar dieser fiese feine, der kaum zu sehen ist, aber unglaublich schnell unglaublich nass macht. Und was darf man als Gärtner? Sich noch nichtmal beschweren! Es gibt ja kein schlechtes Wetter, sondern … (ihr wisst schon), die Natur braucht den Regen dringend undsoweiter.

Und tatsächlich, hier 7 Vorteile des Gärtnerns bei Regen:

  • man kann auch bei ballenlosen Pflanzen in aller Ruhe überlegen, wo sie demnächst wachsen sollen
  • zum Angießen muss man wesentlich weniger wassergefüllte Gießkannen Richtung Beet schleppen
  • man sieht, wo Pfützen entstehen und das Beet nicht ordentlich gerade geharkt ist
  • das Hangbeet wird auf Erosionsgefahr getestet
  • man arbeitet ausdauernder und verbringt weniger Zeit mit Teintpflege
  • kein Rasenmähergebrüll aus den Nachbargärten
  • kosten- und mühelos kann man einen Vorrat von dem anlegen, was zum Gärtnern unverzichtbar ist: Wasser (vorrausgesetzt man hat eine Regentonne)

Neun Stunden später und fünf Kilo schwerer (siehe Bild) habe ich immerhin vier neue Beete, einen halbfertigen neuen Sitzplatz, versteckt zwischen Hosta und Apfelbaum gelegen und alle Pflanzen in den Boden bekommen, die dringend rein mussten.

(*) Wie es jemandem gehen muss, der ein ganz klein wenig nur zur Ungeduld neigt, im August umgezogen ist und seit lediglich aus dem Wohnzimmerfenster auf das nahezu jungfräulich oder besser gesagt 17 Jahre ungenutzte und jetzt eigene Stück Garten starren kann, weil – siehe oben, die Wochenenden immer mit Seminaren, Fortbildungen etc. belegt waren –, dafür schon tausende von Plänen geschmiedet und gezeichnet hat, berufsbedingt täglich mit unzähligen Gartenideen bombadiert wird, von denen es einige schaffen, zum „das will ich auch“-Traum aufzusteigen, das Gartenjournalistin/Gärtnerin-Leben wegen der Liebe zu Pflanzen und Natur und einem ausgeprägten Macher-Gen gewählt hat, außerdem Gartennachmieterin und Powerfrühling im Nacken hat, kann sich der ein oder andere vielleicht vorstellen.

Jetzt atmen!

Mach dich frei!

„20 Stunden arbeiten und damit die Welt retten“ so die sehr stark verkürzte These von Niko Paech, Volkswirtschaftler, Nachhaltigkeitsforscher und Umweltökonom. Wenn man sich in der „alternativ leben“-Szene umtut, eine Name auf den man immer wieder stößt.

Um so froher war ich, als ich erfuhr, dass der Papst der Postwachstumsökonomie in Steinhagen einen Vortrag hält. Seine wissenschaftlichen Erkenntnisse können andere bestimmt besser widergeben. Unten habe ich ein paar Links gesammelt, wo Menschen dies tun. Ich will hier weitergeben, welche konkreten Anregungen ich mitgenommen habe.

  • Freiheit = frei machen Das lasse man sich mal auf der Zunge zergehen. Ich überlege also, von welchen Dingen ich mich verabschieden kann, statt zu überlegen, welche Dinge mir Freiheit versprechen.
  • Denn: Alles was ich besitze verbraucht Lebenszeit. Ich muss es auswählen, kaufen, Geld für den Kauf ranschaffen, benutzen, pflegen, entsorgen. Je mehr ich will, desto mehr muss ich verdienen, je mehr ich habe, desto größer muss meine Wohnung/Unterstellmöglichkeit sein, desto mehr ich wiederum verdienen etc. Reduktion ist also nicht Verzicht oder Unfreiheit sondern Befreiung.
  • Sprich: Lieber weniger besitzen, dafür bewusster damit umgehen, es bewusster genießen
  • Selbstversorgung in den Alltag integrieren: Hier kommt das 20 Stunden-Ding ins Spiel. Es geht nicht darum, den globalen Handel zu verteufeln und allen Produkten zu entsagen. Sondern zu überlegen, was ich wirklich kaufen muss und was ich teilen, intensiver nutzen und selber machen kann.
  • Statt Kapital das „soziale Kapital“ nutzen. Also: Mit anderen zusammenschließen und Dinge, die man nicht täglich braucht teilen. (Auto, Kamera, Rasenmäher) Das ganz in einem kleinen, überschaubaren Kreis, wo man sich kennt und vertraut. Oder gemeinsam Gemüse anbauen, Dinge reparieren und das Wissen der anderen nutzen.
  • Die Energiewende ist ein Schönwaschprogramm, denn Technik ist auf Dauer keine Lösung. Es wird der Welt nicht helfen, wenn man versucht, „umweltschonend“ mehr Energie zu erzeugen, sondern wenn man Energie spart.
  • Alles was wir tun hat einen ökologischen Preis.
  • Das Wort „souverän“ wieder im eigentlichen Sinne denken. Wenn ich souverän, also autonom/unabhängig/eigenständig bin, bin ich nicht erpressbar. So schlimm man die Verflechtungen von Politik und Wirtschaft finden mag, wenn ich nicht mehr konsumiere, sind die beiden machtlos.
  • Die Politik braucht aber auch Signale wie „wir halten es aus, wenn in unserer Stadt keine Autobahn gebaut wird“. Laut einer Studie (leider weiß ich nicht mehr, welche) reagiert die Polititk schon, wenn nur 5% etwas radikal anders machen, schließlich sind das wichtige Wählerstimmen. Ist doch sehr ermutigend, dass man auch als Minderheit etwas erreichen kann.

Danke für den spannenden Abend, Herr Paech. Es war schön jemanden zu hören, der die Worte Nachhaltigkeit und Freiheit nicht als Floskeln oder Verkaufsargumente nennt, sondern eine tiefere Idee dazu hat. Viele seiner Anregungen sind mir nicht unbekannt gewesen. Sie aber von einem Volkswirtschaftler zu hören, der diese Ideen lebt und darlegen kann dass eine solche Gesellschaft kein Haufen von Spinnern sondern ein zukunftsfähiges Konstrukt ist, hat eben eine andere Wirkung, als darüber zu lesen.

Links zu Niko Paech:

Interview im Tagesspiegel
Artikel in der Zeit
Materialien zur Ringvorlesung „Postwachstumsökonomie“

Was blüht denn da – März

1.000 mal dran vorbeigefahren, 1.000 mal bestaunt und nie eine Ahnung gehabt, was das eigentlich ist? Diese Rubrik hilft weiter. Hier erkläre ich Blühendes und Baumiges in und um Bielefeld. Für Tipps bin ich immer dankbar!

Heute: Das blaue Blütenmeer im Park Heeper- Ecke Teutoburger Straße.
Hier blüht Blaustern, botanisch Scilla.

Blaues Blütenmeer geht übrigens auch im Garten. Scilla…

… wächst gut im Halbschatten bis Schatten, wenn keine Staunässe herrscht
… ist sehr gut winterhart
… pflanzt man im Herbst als Zwiebeln
… vermehrt sich selbst, wenn man die Blütenstände und Blätter erst nach dem Abtrocknen abschneidet
… gibts auch in weiß